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Geschichte

Geschichte des NMD

Entstehung des NMD

Der zweite Herbstfieldday, wie er damals genannt wurde, stammt eigentlich vom Field-Day ab. Er wurde1935 von HB9T, dem damaligen KW-Verkehrsleiter, ins Leben gerufen und zum ersten Mal National Mountain-Day genannt. Bei der Contestankündigung in jenem Old Man hiess es damals in Klammern auch (Nationaler Bergtag). Als Regeln galten: Datum, 22. September von 06-12 HBT, Gesamtgewicht 12 kg, Mindesthöhe 1000 m.ü.M. Mehrere Operateure erlaubt! Alle Bänder erlaubt!

Dreissigerjahre:

Man rang um die Form und Art des NMDs, das Reglement wurde jährlich verändert. Die Geräte mussten selbst gebaut werden. Die bevorstehende Kriegszeit übertrug sich auch auf den NMD. Deshalb flossen wohl die Telegrammübermittlung, sowie die Regel, die letzten Höhenmeter zu Fuss zurückzulegen, als Disziplin in Reglement ein. Die Station musste selbst getragen werden. Operateure, die meist schon samstags unterwegs waren, trafen sich am selben Abend auf 80m zu vereinbarten Zeiten, um ihre Geräte zu testen. 1936 gab es drei Gewichtskatogerien; im folgenden Jahr waren es noch deren zwei. Stationen, die von SAC-Hütten aus betrieben wurden, bekamen 20 % Bonuspunkte. 1938 gab es zum ersten Mal drei Stationen, die mit gleich vielen QSO und Punktzahlen das gleiche Ergebnis erzielten. Dies war bei den wenigen Teilnehmern nicht weiter verwunderlich. Schon damals bestimmten die Höhenmeterunterschiede den Sieger. Dieser wurde mit einem Becher der Schweizerischen Radio-Gesellschaft, SRG, belohnt.

Vierziger- und Fünfzigerjahre:

Es wurde weiterhin meist mit Audions als Empfänger und mit oft quarzgesteuerten Röhrensendern mit Leistungen um die 3 W gearbeitet. Es galt, als QTC das QTH und dessen Höhe über Meer zu übermitteln. Erst 1950 musste man den QTC-Inhalt nach jedem QSO wechseln. Fehlerhafte QTC wurden mit halber Punktezahl bewertet. 1951 gab es zum ersten Mal zwei Superhets am NMD. 1954 wurde die Gewichtslimite von 6kg auf 8 kg erhöht. (für ein Jahr!). HB9CM nahm mit den heute noch bekannten Röhren des Typs 807 in Gegentaktschaltung teil. Er erreichte damit eine Leistung von 30 W Input, was zu jener Zeit sehr viel war. Der Sieg war ihm sicher; seine Protestaktion gegen die Gewichtserhöhung gelungen. Ende der Fünfzigerjahre hielten die ersten Transistoren Einzug in die NMD-Geräte. Zuerst wurden die NF-Verstärker und in den Folgejahren auch die HF-Baugruppen damit bestückt. Das Reglement und die Punktbewertung im Jahre 1959 wurden stark durch dieses neue Bauelement und dessen Technik beeinflusst. Am NMD-Contest gab es Multiplikatoren in Abhängigkeit der Schaltungsauslegung!

Sechzigerjahre:

1960 wurde die minimale Höhe am NMD von 1000 m auf 850 m herunter gesetzt. Trotz des Einflusses von Halbleitern dominierten in den folgenden beiden Jahren noch der Zürcher bzw. Zuger Peiler und Sender von HB9HT, HB9MD. Empfänger und Sender waren noch mit Röhren bestückt. Ab 1964 wurden die HB1xx Rufzeichen für portable Stationen schweizerischer Kurzwellenamateure durch das Rufzeichenzusatz /P ersetzt. Zu dieser Zeit verlor sich auch die Regel über die Halbierung der Punktzahlen bei unvollständig aufgenommen QTC. Die halbleiterbestückten Geräte bekamen zunehmend Oberhand. Mitte dieser Dekade begannen die Sequenzen der Seriensieger am Mountain-Day, den so genannten Mountain-Day-Königen. Mitten in dieser Dekade sank die Teilnehmerzahl auf einen Tiefststand.

Siebzigerjahre:

Die Vorschrift, wonach nur Selbstbaugeräte zu verwenden seien, verschwindet in dieser Zeit aus unbekannten Gründen aus dem Reglement. 1974 wird die minimale Standorthöhe von 850 m auf 800 m gesenkt. Die OG Bern soll dazu wesentlich beigetragen haben, damit sie ihre Hausberge besser nutzen konnte. Es gibt nur noch Halbleitergeräte. Erste kommerzielle Geräte, wie Ten Tec 2 und Argonaut 509 sind am NMD zu finden. Die Ausgangsleistungen der Elite am NMD nehmen ständig zu. 1978 werden von HB9SF fünf Goldvreneli für die leichteste, selbstgebaute NMD-Station gestiftet. HB9RM gewinnt diesen Preis am NMD 1979 mit einer Station von total 449 g. Mit diesem Gewicht setzt er einen hohen Standard für den 1980 noch einmal ausgeschriebenen Goldvreneli-Spezialpreis und für künftige Gewichtsrekorde. 1980 gewinnt das Team HB9ABO/HB9BKT diesen Goldvrenelipreis bei einem Gesamtgewicht der Station von nur 300 g. HB9BQA liegt mit 386 g sehr nahe beim Spitzenwert. Gemäss der Wettbewerbsausschreibung haben beide Teilnehmer ihre Geräte im Old Man beschrieben und bei der OG Bern vorgeführt.

Achtziger- und Neunzigerjahre:

Das NMD-Reglement ist stabil geworden. Über Jahre sind kaum noch Änderungen festzustellen. Des Öfteren wird indessen über die maximale Gewichtslimite diskutiert. Die Seriensieger am Mountain-Day bleiben bestehen. Die Elite erreicht grössere Ausgangsleistungen und macht die Spitzenränge unter sich aus. Die Sieger bleiben über Jahre an ihren Standorten. QRP-Geräte werden dank der vielen guten Bausätze populär. Auch einige kommerzielle QRP-Geräte erfüllen die NMD-Bedingungen und helfen damit, die Teilnehmerzahl zu erhöhen. 1998 wurden zwei Ranglisten am NMD erstellt. Damit sollte dem Gewicht einer NMD-Station besser Rechnung getragen werden. Nach dieser Gewichtsformel gewann HB9BXE mit der leichtesten je am Mountain Day gebauten Station von total 125 g. Eine solche zweite Rangliste war ein gute Variante, weil sie es vermied, eine eigene neue Katogerie zu schaffen. Die Rangliste des NMD nach unterschiedlichsten Kriterien zu darzustellen, sie nach Gewichts- oder Leistungsklassen auszuzeichnen, sollte heute eigentlich kein Problem mehr sein. 1999 erreicht der Mountain-Day seinen absoluten Höhepunkt und stellt Rekorde bei der Teilnehmerzahl, der höchsten Anzahl NMD-QSO, aber auch bei der höchsten je erreichten Punktzahl auf. 1999 findet an der QRP-Party in Davos ein kürzeres NMD-Treffen statt. Ein erstes NMD Teilnehmertreffen fand in Kloten statt, es wurde von der Flughafenrunde (FHR) organisiert.